
Von Spanien nach Schleswig-Holstein
Was 1985 in Spanien mit einem einzigen Drogenabhängigen begann, der in einem spontanen Ausdruck der Nächstenliebe in eine private Wohnung aufgenommen wurde, hat sich zu einem internationalen Werk entwickelt:
In vielen Städten Spaniens, in mehreren europäischen Ländern und rund um den Globus gibt es heute Lebenshilfezentren von Betel. Momentan befinden sich über 1700 Menschen weltweit bei Betel in der Rehabiltitation – und fast alle Zentren werden von ehemaligen Suchtabhängigen geleitet, die heute frei von der Sucht Gott dienen.

Im April 1995 ist Betel nach Deutschland gekommen mit fünf unverheirateten jungen Männern, von denen sich vier nur auf Spanisch und der fünfte auf Portugiesisch verständigen konnten. Die Geschichte Betel Deutschlands begann mit einem alten restaurierungsbedürftigen Resthof – mehr war nicht vorhanden – und dem Glauben, dass Gott etwas Großes tun würde. Mittlerweile sind über 350 Drogen- und Alkoholabhängige bei Betel Deutschland aufgenommen worden, von denen mindestens 40 junge Männer ihre Rehabilitation erfolgreich abgeschlossen haben. Viele haben einen festen Platz in der Gesellschaft gefunden, einige sind bei Betel geblieben und setzen sich heute vollzeitlich dafür ein, dass anderen Menschen so geholfen wird, wie ihnen selbst geholfen wurde.
Und die Geschichte geht weiter: Im Jahr 2000 konnte Betel von hier aus sein erstes Tochterhaus im russischen St. Petersburg öffnen, das wiederum seine Tore in Moskau öffnete und rasant wächst – denn die Not ist groß.
Seit diesem Jahr nehmen wir auch Frauen mit Suchtproblemen auf und haben ein zweites Lebenshilfehaus in Berlin eröffnet.